Sonntag, 7. Januar 2018

Winterspaß: Eislaufen im Eisstadion Wilmersdorf / Horst-Dohm-Stadion

Es ist Winter und wir testen in diesem Jahr die Eisbahnen der Stadt durch. Wir sind schon jahrelang Besucher des Sportforum Hohenschönhausen, aber man kann ja mal über den Tellerrand schauen und anderes probieren. Und so waren wir mal wieder nach langer Zeit im Horst-Dohm-Stadion, das bis 2000 Eisstadion Wilmersdorf hieß.


Das Eisstadion liegt in Schmargendorf und ist mal wieder ein Gebäude mit dem Charme von West-Berlin, was keine Kritik ist. Aber man merkt einfach, dass das Stadion aus den 70er Jahren stammt.

Die Parkplatzsituation vor Ort ist eher mäßig. Es gibt einen Parkplatz mit Gebühren, der allerdings auch recht klein ist sowie die Möglichkeit, in den Seitenstraßen zu parken. Das ist aber insbesondere am Wochenende nicht einfach, da alles voll ist. Ein Parkplatz mit 500 m Fußweg ist nicht ungewöhnlich.

Die Eisbahn ist draußen, die Eisqualität ist aber auch bei +10 Grad gut. Ein Unterschied zu den Eisbahnen auf den Weihnachtsmärkten, bei denen man irgendwann durch Pfützen fährt. Bei Regen ist es natürlich blöd, dass es kein Dach gibt. Aber das Eis hier im Stadion ist gut und wird auch während der Laufzeiten immer wieder erneuert (logischerweise muss man dann jeweils den Innenbereich oder den Außenring verlassen).


Der Eintrittspreis beträgt 3,30 Euro für Erwachsene und 1,60 Euro für Kinder, Studenten, Azubis und Erwerbslose. Mit Familienpass kommen Kinder immer gratis hinein.
Es gibt Saisonkarten, 6er-Sammelkarten und gesonderte Preise, wenn man im Rahmen einer Schul- bzw. Kitaveranstaltung zum Eislaufen kommt.
Die Laufzeit beträgt 2 Stunden. Ich weiß nicht, wie das kontrolliert wird. Wir haben bei unserem Besuch versehentlich die Zeit ein wenig überschritten, aber niemand schaute auf unseren Kassenbon vom Hineingehen, wann wir denn gekommen waren.

Theoretisch ist länger offen als nur 2 Stunden, denn das Stadion ist von 9-22 Uhr (Sonn-und Feiertage bis 18 Uhr) geöffnet. Es steht immer abwechselnd die Innenfläche und der Außenring, eine 400 m-Bahn, zur Verfügung, zeitweise auch mal beides. Ein Display zeigt an, wann die Außenfläche öffnet. Man kann auch schon draußen am Eingang sehen, wann welche Bahn offen ist, denn viele bevorzugen ja die Außenbahn zum schnellen Fahren.

Es können Schlittschuhe ausgeliehen werden. Allerdings erst, wenn man schon an der Kasse vorbei ist (Wartezeiten an der Schlittschuh-Ausgabe gehen also von den 2 Stunden ab). Es sind die klassischen blauen Leihschuhe aus Plastik. Verfügbar von Größe 25-50. Eine Stunde kostet 5 Euro Leihgebühr, 2 Stunden 9 Euro.
Immerhin war bei unserem Besuch der Schlittschuhverleih nicht sehr voll, binnen ca. 10 min hatte die Freundin von uns ihre Schlittschuhe, mit denen sie auch sehr zufrieden war.
Für Kinder kann man Eisgleiter ausleihen.

Es gibt Schließfächer, die man wohl für die Saison mieten kann, aber auch einfach eine Garderobe mit Personal. Dort kann man seine Sachen einfach für einen Euro pro Person abgeben. Das fand ich sehr praktisch.  Allerdings würde ich beim nächsten Mal eine größere Tasche mitnehmen, denn es war etwas mühsam, eine Sachen (vor allem auch die Schuhe) in den Rucksack zu stopfen, um dann eben ein Teil abzugeben. Im Nachhinein sah ich aber, dass andere ihre Schuhe auch einfach so abgegeben hatten.

Sehr viele lassen ihre Sachen auch einfach bei den Bänken in der Umkleide stehen. Ob das sicher ist, weiß ich nicht. Man sieht die Sachen definitiv nicht, wenn man auf der Eisbahn ist. Bei unserem Besuch kam jemand anders etwas weg (es waren "nur" Schlittschuhschoner) und derjenige meinte, so etwas passiere öfter (was aber die Frage aufwirft, warum er dann nicht die Garderobe nutzt).

Das Publikum war bei unserem Besuch gemischt. Sehr viele Familien und auch viele Jugendliche, teilweise wurde Breakdance vollführt und diese typischen schnellen Bremsungen, bei denen viel Eis hochfliegt und die man auf jeder Eisbahn sieht ;-). Es war nicht zu voll, man hatte Platz, sich zu bewegen. Es wurde auf der Außenbahn irgendwann die Laufrichtung verändert, damit das Eis gleichmäßiger abgenutzt wird.

Es wird relativ leise Musik gespielt, man nimmt es mehr als Hintergrundgeräusch war.


Ein Imbiss ist auch hier vorhanden, die Warteschlangen waren ordentlich lang. Die Pommes sind hervorragend und mit 2 Euro günstig. Ansonsten stehen Curry-Wurst, Wiener, HotDogs, Brötchen und Bouletten auf der Karte. Selbstverständlich gibt es auch Süßigkeiten und Getränke.

Wenn der Außenring geschlossen ist, kommt man nur durch eine Treppe und eine Art Durchgangstunnel zur Eisbahn. Mit Kind mit Schlittschuhen eine kleine Herausforderung, aber nicht anders machbar logischerweise.

Alles in allem: ein schönes, wenn auch etwas altmodisches Eisstadion, genau richtig für einen Ausflug im Winter und dazu auch wirklich preisgünstig.

Adresse und Webseite:
Fritz-Wildung-Str.9
14199 Berlin
Webseite

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