Dienstag, 14. Juni 2016

Schwimmen: Stadtbad Lankwitz

Die Berliner Bäderbetriebe haben drei Spaßbäder. Die in Schöneberg und Kreuzberg haben wir bereits für diesen Blog getestet, nun waren wir auch in Lankwitz und somit im dritten Bad mit besonderem Angebot.


Das Bad liegt, wie der Name schon erahnen lässt, im Ortsteil Lankwitz im Süden der Stadt. Man kann es gut mit der S-Bahn oder dem Bus erreichen, einen Parkplatz (gebührenpflichtig) gibt es auch. Dieser war bei unserem Besuch sehr voll. Im Winter teilt sich das Bad den Parkplatz mit der Eisbahn Lankwitz. Es gibt keine Schranke, aber die Parkscheine werden vom Personal kontrolliert.

Das Bad wirkt von außen wie ein flacher Bau aus den vermutlich 80er Jahren. Das Bad fand ich sehr unscheinbar. Von der Straße aus fallen nur die Flaggen der Bäderbetriebe auf.

Der Eintrittspreis entspricht dem üblichen Preis der Bäderbetriebe plus 2 Euro Warmbade-Zuschlag. Erwachsene zahlen also 7,50 Euro und Kinder 5,50 Euro. Es gibt Familienkarten und in den Ferien kann man den Ferienpass nutzen (Achtung: bei den Spaßbädern gibt es Einschränkungen, meist gilt er nur vormittags!).

Direkt hinter der Kasse befinden sich Schließfächer für Wertsachen. Sie sind im Sichtbereich der Kasse, müssen mit einem Euro Pfand bestückt werden und bieten Platz für Telefon und Geldbörse. Ein wenig Geld braucht man aber auch noch im Bad - einen Euro für den "Schrank" und 5 Cent-Stücke für die Haartrockner. Ggf. auch Geld für das ans Schwimmbad angeschlossene Bistro. Man sollte also etwas Kleingeld mitnehmen. "Neumodischen" Schnickschnack wie Armbändchen, mit denen man per Funk den Schrank schließt oder bezahlt, gibt es hier nicht.

Die Umkleiden sind riesig und in einer Form, die ich so noch nicht gesehen habe. Es gibt keine Schränke, sondern man schließt direkt die ganze Umkleidekabine ab. Das ist ganz praktisch, da man seine Sachen nicht aus der Umkleidekabine hinüber in den Schrank legen muss, sondern alles direkt stehen lassen kann.
Aber mich wundert, dass es dennoch genügend Schränke gibt (denn so ist ja viel weniger Platz für Schränke, da eine Umkleide viel breiter ist als ein Schrank).
Oben auf den Kabinen ist ein Gitter, damit niemand von oben an die Sachen kann. Auch der Schlitz unten um die Kabine ist eigentlich so, dass man nicht an die Sachen gelangt. Aber mir war dennoch lieber, dass die Wertsachen im Schließfach waren.

Das Bad ist schon ein wenig älter, was man ihm aber größtenteils nicht ansieht. Man merkt es aber an alt wirkenden Begriffen wie "Brausen" für die Duschen und an der vierstelligen Postleitzahl an der Röhrenrutsche.

Die Duschen sind große Gemeinschaftsduschen, aber in sauberem, ordentlichen Zustand.

Das Bad bietet mehrere kleine Schwimmbecken. Ich war zunächst etwas enttäuscht, dass es nicht noch mehr gab bzw. alles so klein und kompakt wirkt, aber für ein Bad der Bäderbetriebe wird eigentlich schon einiges geboten. Das Wasser hat ein Temperatur von 30 Grad, im Babybecken sogar noch mehr.

Das Schwimmbecken bietet 25 m-Bahnen. Direkt an diesem Becken sind auch die Sprungbretter in einer Höhe von 1 und 3 m. Wenn sie geöffnet sind, wird direkt ins Schwimmbecken gesprungen, was natürlich für sportliche Schwimmer nervig ist.

Für Kinder gibt es mehrere Schwimmbecken. Zum einen ist dort ein klassisches, quadratisches Nichtschwimmerbecken. Ein ganz flaches Becken ist neben der Treppe eingelassen, ist aber auch einfach nur eckig und unattraktiv. Es ist eben sehr flach und somit für Kleinkinder geeignet.

Etwas mehr wird im Babybecken geboten. Es ist größer, oval und hat neben Wasserpilz auch eine kleine Rutsche. Sie ist so klein, dass ich denke, dass man hier Kinder ab ca. 3 Jahre problemlos allein rutschen lassen kann.  Praktisch ist, dass direkt neben diesem Bereich eine Kindertoilette ist.

Highlights für die Großen ist sicher die Rutsche. Es handelt sich um eine Röhrenrutsche, die 60 m lang ist. Sie soll die längste Rutsche der Bäderbetriebe sein und schlängelt sich als geschlossene Röhre hinaus durch den Garten, am Ende landet man wieder drinnen im Wasser. Eine schöne Rutsche und bei unserem Besuch an einem Sonntag nicht zu stark frequentiert.

Einen Whirlpool gibt es auch noch.

Im Bistro sollte man viel Hunger mitbringen, ich habe selten so riesige Portionen Pommes gesehen und auch die Currywurst reicht locker für zwei Personen. Und es handelte sich nicht um die auch noch erhältliche XXL-Variante!

Alles in allem hat es uns gut gefallen. Die Rutsche ist toll. Für Kleinkinder ist aber das Stadtbad Schöneberg sicher die bessere Wahl, der Kleinbereich ist dort einfach moderner und schöner. Dennoch lohnt sich auch mal ein Ausflug nach Lankwitz.

Adresse und Anfahrt:
Leonorenstraße 39
12247 Berlin-Lankwitz

Die Webseite findet Ihr hier. Dort befinden sich auch die immer wieder wechselnden Öffnungszeiten.

Anfahrt:
S 25 bis Lankwitz, Bus M82, 181, 187, 283,284 bis Stadtbad Lankwitz


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