Mittwoch, 9. Dezember 2015

Ausflug: Legoland Discovery Center Berlin

Das große Legoland Deutschland ist bekanntlich in Günzburg in Bayern, Berlin hat einen kleinen Ableger in Form eines Lego Discovery Center. Wir waren nun schon einige Mal dort. Wie immer hier in diesem Blog: es ist unsere persönliche Meinung, andere sehen manches vielleicht ganz anders. Das liegt wohl in der Natur der Sache.


Das Lego Discovery Center Berlin könnte zentraler nicht liegen, es ist im Sony Center am Potsdamer Platz und dank einer riesigen Lego-Giraffe vor dem Gebäude ganz leicht zu finden.

Man sollte versuchen, zu einer Zeit zu kommen, wenn es nicht zu voll ist. Ich würde wirklich von einem Besuch in den Ferien abraten. Wirklich. Die Leute stehen dann teilweise 150-200 m an und das Center ist innen klein, also es ist auch nicht wirklich schön, wenn man dann drin ist und es so voll ist. Also, wenn Ihr irgendwie die Möglichkeit habt: kommt außerhalb der Ferien und zumindest lieber zu einer Uhrzeit, zu der das Legoland nicht so stark frequentiert ist.

Dann ist auch der Eintrittspreis günstiger. Es gibt gestaffelte Eintrittspreise und zudem fast immer die Möglichkeit, Gutscheine zu bekommen. Es gibt oft Gutscheine bei Kaisers an der Kasse oder in den kostenlosen Werbe-Beilagen, die am Wochenende mit der Post kommen. Auch kann man einen Besuch im Sealife mit dem Lego Discovery Center verbinden, da beides vom gleichen Anbieter ist. Es gibt beim Eintritt in das eine, dann oft eine Vergünstigung für das andere.


Und man kann die Tickets online vorab kaufen. Das sollte man wirklich nutzen. Es wird günstiger und erspart Wartezeiten! Zudem sind die Tickets zu verschiedenen Uhrzeiten günstiger. Es gibt Abendtickets, die meiner Ansicht nach völlig reichen. Mehr als 2-3 Stunden bleibt man nicht hier, dafür ist es zu klein und zu voll.

Das Discovery Center liegt unterirdisch, quasi im Keller des Sony Centers. Man hat kein Tageslicht. Das war das, was mich bei unserem ersten Besuch sehr enttäuscht hat. Ich dachte bei "Legoland" an Freizeitpark. Dass es den am Potsdamer Platz nicht geben kann, war mir theoretisch schon klar, aber wer nicht aus Berlin kommt und die örtlichen Gegebenheiten nicht kennt, könnte schon verwundert sein.

Innen erwartet einen eine Landschaft aus Lego. Es gibt Stadtansichten von Berlin, gebaut aus Lego, sehr schön ist hier der Mauerfall, der auf Knopfdruck auch animiert dargestellt wird. Hier kann man nur schauen, nicht selbst spielen.


Weiter geht es zu wechselnden Themenwelten (Ninjago, Chima...) und dann kommt man in den Bereich, in dem man spielen kann. Hier stehen etliche Tische mit Legosteinen bereit. Das ganze wirkt recht durcheinander und wird im Laufe des Tages auch immer extremer. Man kann sich vorstellen, was passiert, wenn ganze Kinderhorden mit Legosteinen spielen. Dann passiert das, was im heimischen Kinderzimmer passiert, nur in größer ;-).

Man kann an diversen Tischen bauen, es gibt auch zwei Rampen auf denen selbst gebaute Autos fahren können. Es ist schon eine Kunst, 4 gleiche oder zumindest 2x2 gleiche Räder aufzutreiben und einen Platz an der Rampe zu ergattern. Sie ist eigentlich permanent belegt.


Ansonsten wartet die Lego-Fabrik auf Besucher. Hier wird an einer (nicht echten) Maschine gezeigt, wie die bunten Steine gemacht werden, es ist eine ganz kurze "Vorführung", am Ende bekommt jeder einen Stein mit Aufdruck (Jahr und Legoland Berlin steht darauf).

Es gibt kleine Bereich mit Lego Duplo für die Kleinsten. Zum einen für Mädchen ein recht rosa gehaltener Bereich, aufgemacht wie eine kleine Küche und mit Duplo-Muffins und dann ein weiterer Spielbereich mit Duplo. Der Bereich ist eher klein und nicht wirklich vom restlichen Gewusel getrennt.

Im Kino gibt es 4D-Filme. Ein Besuch ist im Eintrittspreise mit drin. Die Filme sind eben kleine Lego-Filme, es gibt 3D-Brillen und am Ende gibt es als viertes Element noch Wasser oder Wind ins Gesicht. Ist für die meisten Kinder sehr lustig, sollte man also "mitnehmen".



An einen Freizeitpark erinnern in dem Center nur eine kleine Achterbahn, die vom einem Stockwerk ins andere fährt und ein kleines Karussel, bei dem man mit Tretantrieb nach oben und unten fährt. Von Freizeitpark ist das wirklich weit entfernt.

Ansonsten gibt es noch eine große Softplay-Anlage wie in einem Indoor-Spielplatz. Hier wuselt es. Für Kinder im Grundschulalter top, für Kleinkinder zu wuselig und für die Kleinsten ist der Spielbereich auch zu klein. Direkt nebenan kann man auch an einem Imbiss etwas erstehen und sich hinsetzen, aber man sitzt dann im heftigen Gewusel.

Zum Zeitaufwand: es hängt natürlich von vielen Faktoren ab, wir waren bisher immer nach ca. 2 Stunden wieder draußen. Man hat dann alles gesehen und ausprobiert und irgendwann nervt der hohe Lärmpegel dann doch. Wie dem auch sei, meiner Ansicht nach lohnt ein Tagesticket eher nicht. So viel gibt es nicht zu sehen.

Und ich finde, das ganze Center ist eher eine Art Lego Indoorspielplatz, ganz ohne Tageslicht, mit viel Lego, aber auch sehr vielen Besuchern und zu einem nicht geringen Preis. Meinen Kinder gefällt es trotzdem, weil Lego einfach immer gut ist. Aber ich vermute, die großen Freizeitparks von Lego in Günzburg und Billund besser sein werden.

Das wichtigste noch einmal in Kürze:
  • wenn irgendmöglich nicht am Wochenende oder in den Ferien herkommen
  • wenn man in den Ferien hingeht, gleich ganz zu Beginn der Öffnungszeiten kommen oder abends - 2-3 Stunden reichen aus
  • Tickets vorab online kaufen und schauen, ob man Gutscheine für Ermäßigungen bekommen kann
  • offizielle Altersempfehlung: 3-10 Jahre - dem würde ich auch zustimmen, für Kleinere ist es nichts, für ältere Kinder und Teenies ist es dann schon wieder zu kindisch
  • es gibt kein Tageslicht und kaum "Freizeitpark-Feeling", es ist eher ein Indoor-Spielplatz, das sollte man vorab wissen, um Enttäuschungen zu vermeiden
Anfahrt:
Potsdamer Straße 4
10785 Berlin
S-Bahnhof Potsdamer Platz  (S1, S2, S25)
Webseite: Legoland Discovery Center Berlin

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