Sonntag, 12. Oktober 2014

Schwimmen: Stadtbad Schöneberg - Hans Rosenthal

Die Spielplatz-Saison neigt sich dem Ende, also sucht man nach Aktivitäten, die man bei jedem Wetter machen kann. Schwimmen bietet sich da förmlich an.

Letzte Woche waren wir mal wieder im Stadtbad Schöneberg. Das Schwimmbad gehört zu den drei freizeit-orientierten Bädern der Berliner Bäderbetriebe, das bedeutet, dass einem hier mehr geboten wird, als einfach nur ein Sport-und ein Nichtschwimmerbecken.

Der Eintrittspreis ist 2 Euro höher als in den "normalen" Bädern, was ich aber noch im Rahmen finde. Wenn ich bedenke, was man in einem "richtigen" Spaßbad berappt, ist das recht günstig. Familienkarten gibt es ebenfalls und der Berliner Familienpass gilt hier natürlich auch (darin befinden sich einige Gutscheine, mit denen Kinder in Begleitung eines vollzahlenden Erwachsenen kostenlos ins Bad können). Wir hatten einen solchen Gutschein, also haben wir für 7,50 Euro zu dritt hier gebadet. Das ist günstig.

Das Bad hat sehr lange abends geöffnet und zwar täglich bis 22:30 Uhr. Unter der Woche gibt es Parallelbetrieb (vermutlich Schwimmunterricht der Schulen sowie Schwimmvereine), am Wochenende Spaßbaden von 10-16 Uhr. Abends ab 20 Uhr ist der Außenbereich bereits geschlossen, vermutlich um Anwohner vor Lärm zu schützen.

Das Bad ist vor wenigen Jahren umgebaut worden. Ich war schon vor dem Umbau ab und an dort und schon damals war das Bad sehr gut. Aber es ist noch besser geworden.

Gleich hinter der Kasse ist ein Highlight dieses Bades, das ich anderswo noch nicht gesehen habe. Das Fenster zum Schwimmbecken. Man kann hier stehen und schauen, wie die anderen schwimmen. Lustigerweise ist die Sprunganlage direkt über dem Fenster. Wenn also das 3m-Brett gerade geöffnet ist, sieht man ständig Leute ins Wasser purzeln. Aber auch sonst kann man hier lustiges beobachten - wie Schwimmer, die hier heruntertauchen, um zu winken.
Meine Kinder mochten dieses Fenster sehr. Wir haben vor dem Antritt des Heimweges da noch eine Weile geschaut. So wurden auch direkt die frisch geföhnten Haare noch so richtig trocken, eh es hinaus in die kalte Herbstluft ging.

Die Umkleidebereiche sind großzügig und modern. Es gibt ausreichend Einzelkabinen und sowohl die Kabinen als auch die Garderobenschränke sind verglast, was richtig schmuck und modern aussieht. Man benötigt hier, wie in den allermeisten Bädern, einen Euro, um den Schrank zu Schließen.
Wickeltische sind in diesem Bereich des Bades vorhanden.  Es gibt auch große Umkleidekabinen für Rollstuhlfahrer.


Schließfächer für Wertsachen befinden sich im Schwimmbad selbst, direkt neben dem Schwimmerbecken. Es ist ganz sinnvoll, etwas Geld mit ins Bad zu nehmen, denn es gibt ein Restaurant im Bad und bevor man zurück zum Garderobenschrank läuft, deponier t man Wertsachen lieber nah dem Schwimmbecken und Restaurant. Auch für diese Fächer braucht man einen Euro als Pfand.

Die Duschen sind ebenfalls neu und bieten auch gleich Regale, in die man Handtücher und ähnliches legen kann.

Und dann geht es hinein ins Bad. Als erstes steht man vor einem reinen Spaßbereich. Sofort fällt die große, 58 m lange, Röhrenrutsche auf, die nach draußen geht, aber am Ende doch im Schwimmbad endet. Diese Rutsche war bei unserem Besuch nicht allzu stark frequentiert, ca. 10 Kinder warteten dort. Und wir waren an einem Samstag zum Spaßbaden dort! Aus Erfahrung weiß ich, dass man abends hier manchmal ganz allein rutschen kann.


Hier ist auch der Zugang zum Außenbereich mit Strömungskanal, ein Kinderbecken mit kleiner Rutsche, die auch Kleinkinder bereits gut nutzen können. Und ein Babybecken ist vorhanden, das nur 40 cm tief ist und sehr warm. Außerdem gibt es eine Art Springbrunnen, also kleine Wasserfontänen zum Spielen neben dem Babybecken. Die Fliesen in diesem Bereich sind so, dass man nicht (oder kaum) darauf ausrutscht, da sie angeraut sind.

Rutschiger ist dagegen die Treppe, die man erklimmen muss, wenn man zu den anderen Schwimmbecken möchte. Sie ist wirklich sehr rutschig, ich kann nur raten, Badeschuhe anzuziehen.

Im oberen Bereich des Bades ist das eigentliche Schwimmerbecken mit 25 m-Bahnen und Sprunganlage (1 und 3 Meter), die aber nicht permanent in Betrieb ist. Wird der Sprungturm eröffnet, gibt es eine im ganzen Bad hörbare Durchsage.

Des weiteren gibt es auch hier noch ein Nichtschwimmerbecken sowie eine Sole-Becken, das wunderbar warm ist. Außerdem ist diesem Badbereich das Restaurant, das eine beachtliche Auswahl an Speisen hat von der Pizza bis zum Kindermenü mit Fischstäbchen. Es ist eher ein Imbiss von der Qualität her, aber wir waren zufrieden. Wir erwarten keine Sterneküche im Schwimmbad.

Das Personal war im gesamten Bad sehr nett. So nett, dass mir das richtig auffiel. Das ist nicht in jedem Schwimmbad so.

Wir waren beim Spaßbaden dort. Spaßbaden bedeutet in jedem Bad etwas anderes, zumindest habe ich schon sehr unterschiedliche Varianten erlebt. Hier bedeutete es konkret, dass im Nichtschwimmerbecken kleine Schaumstoffboote und Matten lagen, die man bespielen konnte. Außerdem war eine Wasserball-Party, auf der sich jedes Kind auch einen Ball mitnehmen konnte. Aber ob das immer so ist, weiß ich natürlich nicht.



Alles in allem: ein tolles Schwimmbad, für das sich auch eine etwas weitere Anreise lohnt.

Kontaktdaten & Anfahrt:
Hauptstraße 39
10827 Berlin-Schöneberg
http://www.berlinerbaeder.de/105.html
U4 Rathaus Schöneberg, U7 Eisenacher Str.
S1, S41, S42, S46,  S-Bhf. Schöneberg
M48, M 85, Bus 104, 187, Albertstr.

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