Sonntag, 8. Dezember 2013

Ausflug: Botanische Anlage Blankenfelde

In Blankenfelde, im Norden Berlins und fast schon an der Grenze zu Brandenburg, befindet sich die Botanische Anlage Blankenfelde , die auch Botanischer Garten Blankenfelde genannt wird. Die Anlage gehört seit 2011 Grün Berlin, die auch den Britzer Garten, den Erholungspark Marzahn und das Tempelhofer Feld bewirtschaften.


Der Park liegt an der Blankenfelder Chaussee. Die Buslinie 107, die aus Pankow kommt, hält direkt vor der Tür. Auch Parkplätze sind vorhanden, die aus ausreichen, es sei denn, es findet eine größere Veranstaltung in der Anlage statt. Dann lohnt sich, besser mit dem Bus herzukommen.

Der Eintritt in den Park kostet einen Euro, zu zahlen an einem Parkschein-Automaten.


Der Park ist bei weitem nicht so groß wie der Botanische Garten in Steglitz, auch die Gewächshäuser sind viel kleiner und beinhalten nicht so viele exotische Gewächse. Berühmt ist hier aber die Königin der Nacht. Wenn sie blüht, wird das in der Regionalzeitung angekündigt.

Der Park war einst ein riesiger Schulgarten, das Areal ist groß und umfasst neben Beeten und großen Wiesen auch einen Waldteil mit kleinen Tümpeln und Bächen. Man hat den Eindruck, das ganze geht nahtlos in die Zingerwiesen dahinter über. Einen Zaun habe ich dort hinten nicht gesehen, aber vielleicht auch einfach übersehen.

Wir gehen meist unter der Woche in die Anlage und dann ist es ziemlich leer. Man trifft einige Angestellte, aber viel los ist nicht. Am Wochenende und zu Veranstaltungen sieht das anders aus. Zum Langen Tag der Stadtnatur sowie zu anderen Veranstaltungen wie den geführten Kräuterwanderungen, kann es durchaus voll werden (dennoch kann ich diese Veranstaltungen empfehlen!).

An den Wochenende ist auch ein kleines Café im Gewächshaus geöffnet. Kaffee und Kuchen sind lecker, aber schnell ausverkauft.

Das Gewächshaus sieht ziemlich neu aus, ist aber recht klein. Wer etwas von der Größe der Gewächshäuser im Botanischen Garten in Steglitz erwartet, wird enttäuscht sein. Es besteht eigentlich nur aus zwei großen Räumen (die aber sehr hoch und damit luftig sind). Hier wachsen einige tropische Pflanzen, vor allem Kakteen und Orchideen sind zahlreich vertreten. Im Sommer blüht hier auch immer die Königin der Nacht.



Ein Highlight ist sicher die Geologische Wand mit 123 Gesteinen aus ganz Europa. Außerdem gibt es auf 34 ha großen Areal ca. 6000 Pflanzen. Viele davon sind seltene Pflanzen, die auf der Roten Liste stehen. Es gibt ein Insektenhotel, einen schönen Rhododenren-Garten und die Möglichkeit, sich hier ein kleinen Bauerngarten (der sogar bepflanzt wird!) zu mieten.


Für Kinder ist sicher das Wildgehege mit den zahlreichen Rehen das absolute Highlight hier. Man kann die Rehe streicheln und füttern. An einem Automaten kann Wildtierfutter gekauft werden. Ab und an laufen auch Rehe und Hirsche aus dem benachbarten Wald herum, vor allem zur Brunstzeit kann das passieren und bedeutet dann nicht, dass die Tiere aus dem Gatter weggelaufen sind.


Es gibt große Wiesen zum Toben für Kinder und viel Natur zu entdecken, aber keinen Spielplatz.

Ein lohnenswertes Ausflugsziel bei fast jedem Wetter. Der Park ist von Sonnenauf- bis Untergang geöffnet.

Anfahrt:
Blankenfelder Chaussee 5

Bus Linie 107




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