Montag, 7. Oktober 2013

Ausflug: Kinderbauernhof PinkePanke

Den Kinderbauernhof PinkePanke kennt vermutlich jeder, der mit Kindern im Norden Berlins lebt. Er liegt direkt am Bürgerpark. Vom dortigen Spielplatz ist es nur einen Steinwurf weiter bis zu diesem Bauernhof. Von außen sieht er manchmal etwas zu aus, aber eigentlich ist nur montags wirklich geschlossen. Sonst ist ab 12 Uhr geöffnet, in den Ferien und am Wochenende auch schon vormittags ab 10 Uhr.



Der Eintritt ist für Kinder frei, von Erwachsenen wird eine Spende von einem Euro erwartet, den man einfach in eine Box einwirft. Nebendran steht noch eine Box mit Kleiderspenden, hier kann man sich bedienen oder die Box füllen.

Geboten wird einem ein Bauernhof mit zahlreichen Tieren, angefangen bei einem Ziegengatter bis hin zu Schafen und Schweinen. Esel sind ebenfalls vorhanden, genau wie einige Hühner, die frei herumlaufen. Kaninchen gibt es auch, es scheinen auch immer welche als "Urlaubsgäste" dort untergebracht zu sein. Zwischen den Gehegen sind auch einige Blumenbeete, die oft etwas wild-romantisch wirken.

Das Gelände ist etwas verwinkelt angelegt und das Eselgehege nicht zu jeder Zeit frei zugänglich. Das Gelände wird an einer Seite von der Panke (ungesichertes Ufer!) begrenzt, ansonsten ist es schlichtweg eingezäunt. Und von außen wirkt es oft ziemlich zu. Ich habe früher gedacht, der Bauernhof sei immer geschlossen.

Für Kinder wird einiges geboten... Da hätten wir:
den Bauspielplatz, an dem Kinder ab etwa 6 Jahre immer weiterbauen können. Bastelangebote in einer Art Bauwagen. Einen Bolzplatz und eine Buddelkiste, die sehr klein, aber stets stark frequentiert ist.

Es gibt sehr viel Buddelspielzeug, eine Plastikrutsche und auch sehr sehr viele Fahrzeuge (Dreiräder, Laufräder usw), die anscheinend Eltern ausrangiert und hier abgeladen haben. Das meiste ist allerdings kaputt, oft ist es nicht mehr fahrtüchtig. Mal fehlt ein Rad, mal ein Lenker..

Die ausrangierte Lok ist cool, aber wirkt schon etwas kaputt und scharfkantig. Also...immer ein Auge drauf haben. Im Winter ist durchaus auch mal der gesamte Platz mit Eis überzogen...Man kann dennoch Bobbycar fahren...Und leer ist es dann auch.Und man sieht die Eisenstange nicht aus dem Boden ragen, eine Stolperfalle für Kleine.


Der Bauspielplatz wurde kürzlich abgerissen und kann neu erbaut werden. Das ist gut, denn bisher konnte man immer nur anbauen, aber im Prinzip war schon alles zugebaut.

Über allem weht ein wenig der Hauch von Improvisation. So auch im Innenbereich, wo man selbstgebackenen Kuchen und Bionade kaufen kann. Es fühlt sich dort drinnen ein wenig an wie ein Jugendtreff. Ich fühle mich da drinnen auch irgendwie nicht wohl, da ich den Eindruck habe, dass sich alle dort kennen und das Café vielleicht gar nicht so richtig öffentlich ist.

Es werden Kreativ-Angebote gemacht, aber irgendwie werden sie kaum genutzt. Es wirkt auch in diesem Bereich etwas arg improvisiert, etwas angeschmuddelt... Seit ich dort einmal zwei Jungs beobachtet habe, die sich angespuckt haben, ist meine Motivation, mit den Kindern hinzugehen, stark gesunken.

An den Nachmittagen und in den Ferien ist es hier oft wahnsinnig voll, zur nachmittäglichen Tierfütterung gibt es manchmal einen regelrechten Auflauf. Vormittags ist außerhalb der Ferien leider geschlossen. Aber vielleicht liegt das auch daran, dass die Zielgruppe hier eigentlich Schulkinder sind. Auch wenn man manchmal einen anderen Eindruck hat, wenn jede Menge Zweijährige nachmittags den Bauernhof frequentieren und in der Überzahl sind.

Alles in allem ein durchaus nettes Ausflugsziel, wenn man ohnehin im Bürgerpark ist. Für kleinere Kinder würde ich aber eher die Familienfarm in Lübars vorziehen, die wesentlich größer wirkt, einen großen Spielplatz nebendran bietet und sauberer ist.

Kinderbauernhof PinkePanke
Am Bürgerpark 15
13156 Berlin
Webseite

Anfahrt:
Bus-Linie 150 Hermann-Hesse-Straße

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