Sonntag, 5. Mai 2013

Schwimmen: T.U.R.M. Oranienburg

Vor kurzem waren wir wieder einmal im Turm. Die Turm-Erlebniscity bietet alle möglichen Freizeitaktivitäten vom Schwimmbad über einen Beachvolleyballplatz bis hin zur Kletterhalle. Am bekanntesten ist mit Sicherheit das Erlebnisbad, das vor allem in den Ferien und am Wochenende sehr viele Besucher anlockt. Auch wir gehen immer zum Schwimmen her.

Berlin hat kein eigenes Spaßbad mehr, seit vor Jahren das blub geschlossen wurde. Und die anderen "Erlebnisbäder" in Brandenburg sind alle relativ weit weg. Also fährt gefühlt halb Berlin am Wochenende hier raus nach Oranienburg. Entsprechend kann es vor allem im Winter, an Wochenenden und in den Ferien unglaublich voll sein. Warteschlangen bis rauf auf die Straße sind dann keine Seltenheit und ganz ehrlich, dann macht ein Besuch hier auch keinen Spaß.

Wir fahren daher nur unter der Woche her oder aber am Wochenende sehr früh am Morgen. Dann ist es weitgehend leer, das Personal freundlich und nicht gestresst . Man hat Platz im Wellenbad und eine reale Chance auf Spaß auf den Rutschen statt Schlangestehen auf der Rutschentreppe. Und man kann sich nach dem Schwimmen die Haare mit einem der Haartrockner trocknen und muss nicht ewig warten. Es gibt nur sechs Haartrockner, deren Nutzung aber immerhin kostenlos ist.

Es gibt einen großen Parkplatz direkt auf der anderen Straßenseite. Der Parkscheinautomat zum Bezahlen ist aber beim Turm-Ausgang. Einmal waren wir schon im Auto, als wir feststellten, dass wir noch einmal zurückgehen müssen zum Automaten...

Die Eintrittspreise durchaus nicht gerade gering. Für 2 Stunden zahlt man 8,50 Euro (ermäßigt 6,50), für 4 Stunden 11 bzw. 9 Euro und eine Tageskarte schlägt mit 15 Euro/12 Euro zu Buche.Rabatte gibt es mit dem Familienpass für Berlin und Brandenburg und ab und an auch auf der Webseite. Öfters gibt es auch kostenlose Flipflops mit Gutschein von der Webseite.

An der Kasse erhält man dann den Schrankschlüssel, der direkt einem bestimmten Schrank zugeteilt sind. Es herrscht keine freie Schrankwahl. Die Schlüssel funktionieren elektronisch und sind mit einer Bezahlfunktion für das Restaurant verbunden. Das ist sehr praktisch, weil man kein Geld mitschleppen muss ins Bad.

Ich finde, eine 4-Stunden-Karte ist ausreichend, da das Bad doch recht klein ist. Als ich das erste Mal in diesem Bad war, dachte ich die ganze Zeit, da müsse doch noch etwas kommen, es kam mir so klein vor. Oder waren Erlebnisbäder früher gefühlt immer größer, weil man selbst kleiner war?

Es gibt ein Wellenbecken, in dem alle halbe Stunde Wellen gemacht werden, 2 Außenbereiche, der eine mit Strudeln und "Wildwasserkanal", der andere mit warmen Salzwasser Sprudeln und Unterwasserliegen. Und ein kleiner Whirlpool für ca. sechs Personen. Dazu noch zwei Rutschen, einmal eine rote Rutsche, die nur einmal im Halbkreis herum geht und auch für Schwimmanfänger geeignet ist. Und eine große dunkle Röhrenrutsche mit Geschwindigkeitsmessung (die bei unserem letzten Besuch aber kaputt war).

Es gibt nicht wirklich viele Liegen und vor allem am Wochenende ist es schwer, eine zu ergattern. Und auf keinen Fall sollte man seine Schuhe bei den Liegen am Ende des Wellenbeckens hinstellen. Das Wasser schwappt dort heraus und reißt alles mit. Man erkennt die Erst-Besucher daran, dass sie nach einem Wellenbad-Durchgang ihre Schuhe suchen gehen...

Es gibt im Turm auch ein Sportbad, aber um das zu nutzen, muss ein Aufpreis gezahlt werden. Auch die Sauna-Landschaft kostet extra. Wir haben beides bisher nie genutzt, da wir immer mit unseren Kindern dort sind und die für beides noch zu klein sind.

An Wochenenden sieht man dem Bad die hohen Besucherzahlen an, da ist dann auch mal Schmutz im Barfussbereich, weil sich da einfach nicht jeder daran hält. Aber ansonsten ist alles in Ordnung. Die Schränke funktionieren und so lange es nicht voll ist, sind auch die Böden und Duschen sauber. Die Duschen sind allerdings auch nur für wenige Besucher konzipiert, nicht für wochenendliche Massenanstürme.

Was mir nicht gefällt, ist, dass es in den Umkleiden nur wenige richtige Umkleidekabinen gibt. Man zieht sich quasi im Gang aus. Es handelt sich um Familienumkleiden, es gibt also keine Trennung nach Geschlechtern. Es gibt in den Gängen auch keine Bänke, um mal etwas abzulegen oder sich hinzusetzen. Schade ist auch, dass es nicht so etwas wie kleine Laufgitter o.ä. für Babys und Kleinkinder gibt, wo man diese mal kurz sicher unterbringen kann, um sich selbst anzuziehen. So etwas gibt es in manchen anderen Schwimmbädern und ist sehr praktisch.

Im Gastronomiebereich gibt es das klassische Schwimmbad-Essen - Pommes, Bratwurst, Eis und ähnliches. Alles durchaus lecker und ganz gut, aber nichts besonderes. Praktisch ist, dass es hier einen Planschbereich für Kinder gibt.

Alles in allem vor allem für Kinder ein schönes Bad. Meine siebenjährige Tochter mag es sehr, vor allem die Rutschen und Strudel. Ich selbst finde das Bad etwas klein und meist einfach zu voll. Trotzdem gehen wir öfters mal hierher, schlichtweg aus Mangel an Alternativen.

 André-Pican-Straße 42
16515 Oranienburg
03301 608777
www.erlebniscity.de

P.S. heute mal keine Fotos, da wir noch keine wasserfeste Kamera haben...

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