Dienstag, 21. August 2018

Schwimmen: Sommerbad Wuhlheide

Es ist Sommer und was für einer... Die Hitzewelle hat Berlin im Griff und so waren wir natürlich schwimmen und habe ein neues Schwimmbad getestet. Dieses Mal ging es ins Sommerbad Wuhlheide.

Das Sommerbad ist ein Bad der Berliner Bäderbetriebe und, da es ein Sommerbad ist, natürlich nur im Sommer geöffnet. Es gelten die üblichen Tarife der Bäderbetriebe, Erwachse zahlen als 5,50 Euro und Kinder 3,50 Euro Eintritt. Für Kinder unter 5 Jahren ist der Eintritt frei.
Man bekommt für das Geld eine Tageskarte.

Es gelten die Sommer-Sammelkarten der Bäderbetriebe und natürlich in den Ferien der Superferien-Pass, mit dem Schüler, die diesen Pass haben (Kostenpunkt einmalig für den Pass: 9 Euro) gratis ins Bad kommen.

Das Bad liegt in der Wuhlheide, aber nicht weit im Wald, sondern ziemlich nah an der Tram-Haltestelle Treskowstraße/Volkspark Wuhlheide. Somit ist es mit öffentlichen Verkehrsmitteln hervorragend erreichbar. Es ist auch ein Parkplatz an der Treskowstraße vorhanden, der aber nicht allzu groß ist. Ggf. kann man unter der "Brücke" an Rummelsburger Landstraße stehen, aber auch da ist wenig Platz.

Geöffnet ist im Sommer täglich von 10-18 Uhr, bei sehr gutem Wetter auch länger. Das kann man auf der Webseite des Bades oder in der App der Bäderbetriebe nachlesen. Geöffnet ist nur im Sommer. Ab dem Ende der Schulferien muss man schauen, ob noch geöffnet ist, da die Bademeister dann wieder in den Hallenbädern sind. Also, lieber schauen, ob wirklich geöffnet ist.

Bei unserem Besuch an einem der heißen Tage im Sommer 2018 war erst nur eine Kasse geöffnet, später dann zwei. Die Warteschlange war morgens um 10:30 Uhr kurz, vor uns waren ca. fünf Familien. Die Wartesituation sah gegen 14 Uhr anders aus, da waren lange Schlangen. Aber wie so oft, gilt auch bei Sommerbädern: hingehen, wenn nicht alle gehen, dann wartet man auch nicht ewig an der Kasse.
Wer Sammelkarten, eine Dauerkarte oder den Ferienpass hat, kann übrigens direkt an der Schlange vorbei und beim Sicherheitspersonal, dem Bademeister oder wer auch immer gerade am Drehkreuz steht, herein.

Es gibt ein großes Schwimmerbecken mit 25 m langen Bahnen zum einfachen Schwimmen. Inwiefern man ernsthaft sportlich schwimmen kann, kommt natürlich immer auf die Zahl der Besucher an.

Dazu gibt es ein Nichtschwimmerbecken bzw. es heißt eigentlich Mehrzweckbecken. Hier gibt es eine Rutsche, ohne Schnörkel oder Röhren, einfach eine Rutsche ins etwa schultertiefe Wasser. In dem großen Becken kann man spielen, Bälle werfen und schwimmen üben. Es wuselt da drinnen ziemlich und wurde irgendwann auch recht voll. Blöd fand ich die Treppe in dieses Becken, denn trotz schwarzer Streifen an jeder Stufe sieht man die Stufen selbst nicht wirklich und die Stufen sind irgendwie nicht so recht ergonomisch angenehm angeordnet. Mit anderen Worten: man stolpert irgendwie ins Wasser und stößt sich beim Verlassen die Zehen.

Für Kleinkinder gibt es noch einen gesonderten Bereich mit einer Elefantenrutsche, zwei ganz flachen Metallrutschen und eine Art Sprudelkugel. Der Bereich ist ganz flach (ca. 30 cm Wasserhöhe) und somit kleinkindertauglich. Alles hat bei unserem Besuch funktioniert. Keine Selbstverständlichkeit - im Kleinkinderbecken in Pankow hat ich beispielsweise noch nie funktionierende Sprühtiere gesehen.

Das Wasser fand ich sehr kalt. Laut Tafel soll die Wassertemperatur 23 Grad betragen haben bei unserem Besuch.

Es gibt zwei Bereiche, in denen man Essen kaufen kann. Neben dem Standard wie Pommes und Bratwurst, gibt es auch Nudeln mit Tomatensauce, selbstgemachte Salate und Waffeln. Eis gibt es natürlich ebenfalls. Die Auswahl ist jedenfalls größer und dabei "kindertauglicher" als in manch anderen Schwimmbädern. Ein richtiges Restaurant gibt es nicht.
Die Warteschlangen variierten auch hier logischerweise. Es ist sinnvoll, Badeschuhe anzuziehen, denn der Betonboden war wahnsinnig heiß und man steht unter Umständen eine Weile in der Schlange.

In einem gesonderten Kiosk werden Kleinigkeiten wie Schwimmtiere und Badekleidung, aber auch Getränke verkauft. Man muss sich also nicht an den Imbissschlange stellen, wenn man nur Getränke möchte. Einen gesonderten Eisstand mit Kugel-Eis ist auch vorhanden. Keine Auswahl wie in der Eisdiele, aber das erwartet ja auch niemand im Schwimmbad.

Es gibt Schließfächer. Es sind aber nur ca. 20 Stück und sie werden mit einem selbst von zu Hause mitgebrachten Schloss verschlossen. Da  anscheinend fast niemand eins dabei hat, gab es sogar nachmittags noch Schließfächer...

Die Umkleiden sind eher klein und wirken, genau wie die Toiletten, etwas in die Jahre gekommen. Papier zum Abtrocknen der Hände suchten wir vergeblich, ist aber vielleicht im Schwimmbad auch eher unwichtig.

Der Spielplatz ist für Kinder bis etwa zum Grundschulalter geeignet, er liegt aber in der prallen Sonne. Es gibt Sand und ein Klettergerüst. Die Rutsche war bei unserem Besuch so dermaßen heiß, dass man locker ein Ei hätte darauf braten können. Hier wären Bäume als Schattenspender schön.

Bäume sind auf dem Gelände vorhanden, aber nicht allzu zahlreich. Auch hier gilt: frühes erscheinen sichert die Plätze.

Von der Liegewiese ist es nicht möglich, die einzelnen Schwimmbecken einzusehen. Um die Schwimmbecken ist Gebüsch und es gibt immer den Graben zum "Füße waschen". Man kann also unmöglich seine Kinder von der Liegewiese aus beaufsichtigen. Und direkt am Wasser darf man sich nicht ausbreiten. Also, mit Nichtschwimmern und Schwimmanfängern ist man quasi immer mit im/am Wasser und selten auf der Liegewiese.

Die Sauberkeit war, bis auf die Toiletten, ok. Ich denke, Toiletten in Schwimmbädern leiden nahezu immer unter dem Ansturm und man weiß einfach nie, ob der Boden nun nur von den nassen Füße nass ist. Aber ansonsten war alles in Ordnung.

Alles in allem hat es uns sehr gut gefallen. Es ist vor allem sehr familienfreundlich und bietet gerade Familien mit kleinen Kindern einiges für einen Tag im Schwimmbad. Für Teenager ist das Bad zu langweilig, da es weder einen Rutschen- noch einen Sprungturm gibt.


Wie immer gibt es keine Schwimmbadfotos, da dies laut Hausordnung nicht erlaubt ist, selbst den Eingang konnte ich nicht fotografieren, da ich zwangsläufig fremde Leute fotografiert hätte. Daher heute nur ein Foto der Waffel, die wir uns uns geholt haben.
Fotos von den Schwimmbecken gibt es auf der Webseite der Bäderbetriebe.

Adresse und Anfahrt:
Sommerbad Wuhlheide
Treskowallee 211
12459 Berlin




Mittwoch, 20. Juni 2018

Spielplatz: Nöldnerplatz in Lichtenberg

Mal wieder habe ich einen Spielplatz entdeckt, der mich etwas ratlos macht. Irgendwie ist es ein Anti-Spielplatz, mein Wort für Spielplätze, die einen Besuch nicht wirklich wert sind...

Dabei gibt es eigentlich einiges hier... Eine Sandgrube, einen durchaus recht hohen Rutschenturm, ein Klettergerüst und einen Kletterdinosaurier. Dennoch war der Platz bei unserem Besuch absolut menschenleer, trotz allerbestem Wetter. Und ich ahne, warum das so ist.

Der Spielplatz liegt sehr zentral am Nöldnerplatz in Lichtenberg, man kann quasi aus dem S-Bahnhof hinaus zum Spielplatz stolpern. Er liegt auf dem belebten Platz, ist aber immerhin eingezäunt. Trotzdem ist der Platz recht dreckig, die Mülleimer quollen über und es gibt überall Graffiti - auf dem Rutschenturm, auf dem Dino...

Der Rutschenturm ist recht hoch und hat eine schöne Rutsche, die teilweise mit einer Röhre versehen ist. Aber der Weg dort hinauf... so etwas habe ich noch nicht gesehen: er besteht nur aus Ketten. Es dürfte selbst für sportlichere Kinder schwierig sein, die Rutsche zu erreichen. Es gibt keine hölzernen Zwischenebenen, nur Ketten aus Metall zum Klettern. Für kleinere Kinder ist da definitiv gar nichts zu machen.

Das Klettergerüst ist eher lieblos und besteht nur aus zwei Teilen, die mit Seilen zum Balancieren verbunden sind. Zudem ist dort noch der kleine Dino zum Herumklettern.

Es gibt ein paar Bäume, aber am Nachmittag ist der Platz überwiegend in voller Sonne. Alle Spielgeräte, abgesehen vom Dino, habe einen Art Flecktarn-Farbgestaltung. Irritierend für einen Spielplatz und nicht schön.  Der Dino guckt etwas freundlich, aber der Rest ist eher abschreckend.

Alles in allem fragte ich mich, wer die Zielgruppe dieses Platzes ist. Flecktarn-Gestaltung, Ketten, eine Sitzecke mit Gittern, die mich ans Zellengefängnis in Moabit (die Gedenkstätte unweit vom Hauptbahnhof) erinnert... Für Kinder eher nicht so ansprechend.

Direkt nebenan ist übrigens ein kleiner Skatepark.

Unser Fazit: lohnt sich nicht. Lieblos gestaltet, schmuddelig und der Rutschenturm ist eine echte Herausforderung.










Adresse und Anfahrt:
Nöldnerplatz
10317 Berlin
S Nöldnerplatz


Montag, 5. März 2018

Schwimmen: Stadtbad Mitte James Simon

Eigentlich wollten wir ins Stadtbad Schöneberg, aber leider hatten alle anderen die gleiche Idee und so sind wir angesichts einer Kassenschlange, die bis auf die Straße reichte, wieder gegangen und kurzerhand mit der S-Bahn zum Nordbahnhof gefahren und von dort ins Stadtbad Mitte spaziert.


Es handelt sich um ein ganz normales Bad der Bäderbetriebe (kein Spaßbad etc.) und kostet daher den regulären Eintrittspreis, der zu verschiedenen Zeiten unterschiedlich ist und hier nachgelesen werden kann.
Mit Familienpass kommen Kinder gratis mit einem zahlenden Erwachsenen ins Bad (im Familienpass, der ein Jahr gilt, sind 3 solche Gutscheine enthalten). In den Ferien gilt der Superferienpass für freien Eintritt für Schüler.

Das Stadtbad Mitte gehört zu den schönsten Bädern der Stadt und wurde erst vor kurzem komplett saniert. Und das merkt man auch. Der Eingangsbereich ist zwar eher unscheinbar, aber die Umkleiden wirken sehr modern und die Duschen sind richtig schön - mit ganz neuen Fliesen, richtig warmen Duschen, modernen, sauberen Toiletten und sogar einem Seifenspender, der aussieht wie im heimischen Badezimmer. Eine Art Babybadewanne/riesiges Waschbecken mit Dusche habe ich auch gesehen.
Der Umkleidebereich an sich wirkt sehr schmal, es gibt auch keine Möglichkeit, kleine Kinder oder Babys im Krabbelalter mal kurz abzulegen/in eine Art Laufgitter zu legen, während man sich selbst umzieht. Aber für diese Zielgruppe ist das Bad ohnehin ungeeignet. Dazu später mehr.

Schon in der Umkleide fällt einem auf, wie viel Tageslicht hier hineinkommt - das gesamte Dach und auch die Seiten (bis auf die Straßenseite) sind komplett aus Glas. Daher ist sehr hell und gemütlicher als in anderen Bädern. Gerade im Winter fällt einem auf, wie hell es ist.

In der Umkleide braucht man den obligatorischen Euro für den Schrank. Es gibt Wertsachenfächer, die ebenfalls mit einem Euro Pfand genutzt werden können. Haartrockner (Gebühr: 5 Cent) gibt es auch.

Umkleide - Blick nach oben
Aber das wichtigste ist, natürlich, das Schwimmbecken. Es ist nur EIN großes Schwimmbecken. Es ist 50 m lang und in Bahnen unterteilt. Selbstverständlich geht es hier in erster Linie um sportliches Schwimmen. Das eine Ende des Beckens ist ganz flach, nur 60 cm an der flachsten Stelle. Hier ist der Nichtschwimmerbereich, der ungefähr bis zu einer Tiefe von 1,30 m geht und nur mit einer roten Linie am Boden markiert ist. Der Nichtschwimmerbereich ist über eine breite Treppe zu erreichen. Es sind die schwimmbadtypischen Leinen gespannt, es ist kein großer Nichtschwimmerbereich bzw. wer in verschiedene Bereich des Flachwasser will, muss kurz unter der Leine abtauchen.

Was uns auffiel: das Wasser endet nicht an der Oberkante der Fliesen, sondern ist ca. 30 cm unter der Wasserkante, dazwischen ist eine geschwungene Wand und der Wasserüberlauf. Ich glaube, das war früher in vielen Bädern so. Dadurch werden hier auch Startblöcke gespart, denn diese "Höhe" hat man hier von ganz allein beim Springen vom Beckenrand. Die gebogene Wand, die wie eine Welle ins Becken ragt, hat aber den Nachteil, das Kinder, die im Nichtschwimmerbereich am Rand stehen und hochspringen, sich mit hoher Wahrscheinlichkeit den Kopf stoßen. Also, aufpassen beim Auftauchen und sofortigem Hochhüpfen...

Durch das Fehlen eines echtes Nichtschwimmerbecken, die ja anderswo oft auch mit Rutsche oder Sprudlern ausgestattet sind, fällt der Spaß hier ein wenig flach. Mit sehr kleinen Kindern ist man in anderen Bädern definitiv besser bedient. Dafür eignet sich der flache Bereich gut zum Schwimmenlernen und dank der gespannten Leinen hat mein Sohn endlich mal die Motivation zum Abtauchen gehabt. Es ist auch möglich, eigene Spielzeuge wie Bälle mitzubringen. Vorhanden war bei unserem Besuch nichts.

Da das Bad für Familien nicht so attraktiv ist für Familien, ist es hier selbst am Sonntag erstaunlich leer und ruhig. Es war gar kein Problem, auf den beheizten Sitzflächen neben dem Schwimmbecken einen Platz zu finden.

Es gibt kein Café oder Restaurant. Wer Hunger hat, kann nach dem Schwimmen etwas im Snackautomaten kaufen - oder die Straße runtergehen, da kommen Cafés, Eisdielen und mehr. Spätestens am Nordbahnhof kann man etwas finden.

Unser Fazit: Es ist ein Schwimmbad. Ein schönes, modernes, sauberes Bad. Aber eben nur ein Schwimmbad. Angenehm leer, bei unserem Besuch im Februar 2018 richtig schön warm und es eignet sich gut, um Schwimmen zu üben.

Adresse und Anfahrt:
Stadtbad Mitte James Simon
Gartenstr.5
10115 Berlin
Website
S-Bahn, S1, S2, S25 bis Nordbahnhof oder Buslinie 142, Haltstelle Tucholskystraße.

Montag, 22. Januar 2018

Winterspaß: Eisbahn Lankwitz

Diesen Winter testen wir die Eisbahnen der Stadt durch und so waren wir am vergangenen Wochenende auf der Eisbahn in Lankwitz.


Die Eisbahn in Lankwitz liegt in der Leonorenstraße, in unmittelbarer Nähe zum Stadtbad Lankwitz, das wir schon getestet haben. Weitere Sportplätze sind in der Nähe. Die Parkplatzsituation ist eher mäßig. Es gibt einen Parkplatz mit Parkraumbewirtschaftung, den sich Eisbahn und Schwimmhalle teilen und auf dem auch wirklich kontrolliert wird. Einfach rauffahren und hinstellen, wird also nicht funktionieren (jedenfalls war bei jedem unserer Besuche im Schwimmbad und nun auch gestern wieder jemand da, der die parkenden Autos kontrolliert hat). Es gibt ein paar wenige (!!) kostenlose Parkplätze am Edenkobener Steg.

Die Eisbahn ist eine reine "Draußen-Eisbahn" und entsprechend nur im Winter (November bis Mitte März) geöffnet. Die konkreten Öffnungszeiten entnimmt man am besten der Homepage, da vor allem das Ende der Saison auch abweichen kann, vermutlich je nach Wetter.

Als wir ankamen, war eine gut 100 m lange Schlange an der einzigen Kasse. Irgendwann wurde eine zweite Kasse geöffnet, zudem gab es die Ansage, dass Leihschuhe in bestimmten Größen bald aus sein werden. Wer die betreffenden Größen benötigt, wurde gewarnt, dass er eventuell Eintritt plus Ausleihgebühr zahlt, aber dann keine Schuhe bekommt. Daraufhin gingen einige, was die Schlange deutlich kürzte.
Nach ca. 25 Minuten in der Schlange standen wir an der Kasse.


Für Erwachsene kostet der Eintritt 5 Euro, für Kinder unter 12 Jahren 3,50 Euro und ab 12 Jahre 4,50 Euro. Die Familienkarte (2 Erwachsene, 2 Kinder) kostet 14 Euro.
 Hat man einen Berliner Familienpass, bekommt man freien Eintritt für die Kinder, wenn man als Erwachsener vollen Eintritt zahlt. Es sind drei solcher Coupons in dem Familienpass.
Es gibt auch die Möglichkeit, nur als Begleiter hinein zu gehen, das kostet 1,50 Euro. Gerade für Eltern, die nur ihre Kinder begleiten, ist das ein faires Angebot.

Wir entschieden uns für einen Garderobenschrank, um unsere Sachen einzuschließen. Die Entscheidung, ob man einen haben möchte, muss man direkt an der Kasse fällen. Dann zahlt man einen Euro und erhält einen Kassenbon. Damit geht man dann zum Schlittschuhverleih , stellt sich in die Schlange und erhält dort gegen Pfand (Ausweis, Führerschein etc.) einen Schlüssel für einen Garderobenschrank.
Ich finde das Prozedere aufwendig. Wir haben immer eigene Schlittschuhe dabei und fanden es daher weniger prickelnd, nur wegen dem Schlüssel beim Verleih anstehen zu müssen. Die Variante im Eisstadion Wilmersdorf, wo man einfach eine Garderobe zum Abgeben von Taschen hat, war wesentlich entspannter.


Alles in allem brauchten wir von der Ankunft am Parkplatz bis zum Eislaufen 40 min - durch Kassenschlange und Garderobenschrank-Ausleihe. Rekordverdächtig. Aber es kann natürlich unter der Woche oder zu anderen Uhrzeiten ganz anders laufen.

Es gibt eine Vielzahl an Leih-Schlittschuhen in den Größen 25 bis 50. Aus Eisgleiter für die Kleinsten gibt es. Es gibt nicht nur die blauen Plastik-Leihschuhe wie anderswo, sondern auch Eishockey-Schuhe und sogar Lederschlittschuhe. Wie viel wovon verfügbar ist, weiß ich natürlich nicht.
Für Anfänger gibt es Robben zum Schieben. Sie kosten 3 Euro Ausleihgebühr plus 5 Euro Pfand. Am Wochenende ist die Leihzeit für Robben auf 1,5 Stunden begrenzt. Die Robben sind lustig, man kann sein Kind dort auch draufsetzen und herumschieben.



Die Eisbahn ist klein. Sie wirkt gemütlich und gar nicht so sportlich wie die Eisbahnen in Hohenschönhausen oder Wilmersdorf. Aber es gibt dafür auch keinen Außenring o.ä., es ist einfach nur eine ovale Fläche und auch nicht allzu riesig. Das Eis war, wie immer beim öffentlichen Eislaufen, nach einer Stunde schon ziemlich zerkratzt. Eigentlich sollte um 14 Uhr die Eismaschine kommen, das tat sie aber dann erst um 15 Uhr.

Die Aufmachung der Bahn finde ich ganz schön. Es hat Ansätze von "Hüttenzauber". Sicher, ohne Schnee wirkt das nicht ganz so schön, aber dafür kann niemand etwas. Es gibt mehrere kleine Holzhütten, neben der eigentlichen Eisbahn kann man auch Eisstock-Schießen (Reservierung ist über die Homepage möglich).


Es gibt Angestellte der Eisbahn, die auf der Bahn mit herumfahren, ich hatte den Eindruck, dass sie die "wildesten" Fahrmanöver hinlegten. Denn die sonst für Eisbahnen typischen Jugendlichen, die rasant fahren und so bremsen, dass das Eis herumfliegt, hat man hier kaum. Vielleicht weil gar kein Platz zum Rasen ist. Das Publikum bestand zu 90% aus Familien mit Kindern und Schülern im Grundschulalter.

Es gibt eine Webcam. Das ist ganz witzig, wenn man jemandem, der weiß, dass man gerade dort ist, winken möchte ;-).

Direkt am Eingang stand ein Schild, auf dem für Essen im Restaurant geworben wurde (ich glaube, dort stand etwas von Prager Schinken und auch Suppe). Ist man erstmal drin, ist es nicht einfach, genau das Restaurant zu finden. Dafür muss man in eine der Hütten hinein. Denn draußen an den Ständen gibt es "nur" Pommes und Currywurst/Bratwurst, Gummibärchen, Getränke (auch Glühwein) und an einem anderen Stand Kaffee und Crêpe. Das war alles sehr lecker. Pommes plus Currywurst kosten 5 Euro, Crêpe ab 2,50 Euro.
Es gibt relativ wenige Sitzplätze. Am Pommes-Stand haben wir noch einmal gute 20 min in der Warteschlange gestanden, obwohl das Personal sehr bemüht war, die Schlange zügig abzuarbeiten.



Musik wird auch gespielt, aber eher leise. Sicher wird das bei Veranstaltungen wie der Eis-Disco (samstags abends) anders sein.

Alles in allem: eine schöne Eisbahn mit nettem Ambiente und aufgrund der Größe und dem Fehlen von zu stark rasenden Jugendlichen vor allem für Kinder gut geeignet. Die Bahn ist recht klein und bei Überfüllung kann man hier sehr viel Zeit mit Warten verbringen. Vermutlich ist Sonntag nicht so ganz der richtige Tag für einen entspannten Nachmittag auf der Eisbahn gewesen.

Adresse & Anfahrt:
Leonorenstraße 37
12247 Berlin
auf der Webseite gibt es Öffnungszeiten etc. und auch die Webcam.

Anfahrt:
S 25 bis Lankwitz, Bus M82, 181, 187, 283,284 bis Stadtbad Lankwitz

Donnerstag, 11. Januar 2018

Spielplatz: Volkspark Prenzlauer Berg / Oderbruchkippe

Volkspark klingt gut. Das klingt nach Park, nach Leben, nach Spielplätzen und Spaß... Nun ja...

Im Gegensatz zum Volkpark Friedrichshain ist hier, an der "Oderbruchkippe", wenig los. Alles wirkt etwas verwunschen und zugewuchert, es gibt leider auch so manche Dreckecke. Ein schöner Park ist es nicht, aber dafür gibt es viel Natur und von den beiden Gipfeln - der höchste ist 91 m hoch - hat man eine recht gute Aussicht, vor allem Richtung Prenzlauer Berg.

Im Winter kann man an der Oderbruchkippe auch Schlitten-Fahren, allerdings ist der Rodelhügel ziemlich zugewuchert mittlerweile. Vor 20 Jahren war das noch anders. Die recht großen flachen Wiesen unten an den Gipfeln laden im Herbst zum Drachensteigen ein.

Aber wie dem auch sei, es soll in erster Linie ja um den Spielplatz gehen, der sich im östlichen Bereich des Volksparks befindet. Man erreicht ihn, wenn man von der Hohenschönhauser Straße bzw. der Tram-Haltestelle Judith-Auer-Straße hinein in den Volkspark geht und nicht auf den Berg hinauf abbiegt, sondern mehr oder minder geradeaus läuft. Vom Parkeingang bis zum Spielplatz sind es ca. 300 m.

Der Spielplatz wurde 1997 als Abenteuerspielplatz angelegt und hat leider seine besten Zeiten hinter sich. Früher gab es hier mal ein Spielschiff mit Rutsche und einen Baum-Hai. Das Spielschiff ist schon länger komplett weg, der Hai ist derzeit eingerüstet und damit unnutzbar. Eine Schaukelgestell steht dort, aber es gibt keine Schaukel.

Und somit gibt es nur eins: Steine. Viele Findlinge. Vielleicht kann man darauf herumturnen. Mehr machen kann man nicht auf diesem Spielplatz. Auch Sand gibt es nicht.

Somit fällt dieser Spielplatz leider in die Kategorie "Anti-Spielplatz", also ein Spielplatz, für den sich der Weg nicht lohnt.

Anfahrt und Adresse:
Volkspark Prenzlauer Berg
Hohenschönhauser Straße
10369 Berlin
Tram M5, M6 Judith-Auer-Straße







Sonntag, 7. Januar 2018

Winterspaß: Eislaufen im Eisstadion Wilmersdorf / Horst-Dohm-Stadion

Es ist Winter und wir testen in diesem Jahr die Eisbahnen der Stadt durch. Wir sind schon jahrelang Besucher des Sportforum Hohenschönhausen, aber man kann ja mal über den Tellerrand schauen und anderes probieren. Und so waren wir mal wieder nach langer Zeit im Horst-Dohm-Stadion, das bis 2000 Eisstadion Wilmersdorf hieß.


Das Eisstadion liegt in Schmargendorf und ist mal wieder ein Gebäude mit dem Charme von West-Berlin, was keine Kritik ist. Aber man merkt einfach, dass das Stadion aus den 70er Jahren stammt.

Die Parkplatzsituation vor Ort ist eher mäßig. Es gibt einen Parkplatz mit Gebühren, der allerdings auch recht klein ist sowie die Möglichkeit, in den Seitenstraßen zu parken. Das ist aber insbesondere am Wochenende nicht einfach, da alles voll ist. Ein Parkplatz mit 500 m Fußweg ist nicht ungewöhnlich.

Die Eisbahn ist draußen, die Eisqualität ist aber auch bei +10 Grad gut. Ein Unterschied zu den Eisbahnen auf den Weihnachtsmärkten, bei denen man irgendwann durch Pfützen fährt. Bei Regen ist es natürlich blöd, dass es kein Dach gibt. Aber das Eis hier im Stadion ist gut und wird auch während der Laufzeiten immer wieder erneuert (logischerweise muss man dann jeweils den Innenbereich oder den Außenring verlassen).


Der Eintrittspreis beträgt 3,30 Euro für Erwachsene und 1,60 Euro für Kinder, Studenten, Azubis und Erwerbslose. Mit Familienpass kommen Kinder immer gratis hinein.
Es gibt Saisonkarten, 6er-Sammelkarten und gesonderte Preise, wenn man im Rahmen einer Schul- bzw. Kitaveranstaltung zum Eislaufen kommt.
Die Laufzeit beträgt 2 Stunden. Ich weiß nicht, wie das kontrolliert wird. Wir haben bei unserem Besuch versehentlich die Zeit ein wenig überschritten, aber niemand schaute auf unseren Kassenbon vom Hineingehen, wann wir denn gekommen waren.

Theoretisch ist länger offen als nur 2 Stunden, denn das Stadion ist von 9-22 Uhr (Sonn-und Feiertage bis 18 Uhr) geöffnet. Es steht immer abwechselnd die Innenfläche und der Außenring, eine 400 m-Bahn, zur Verfügung, zeitweise auch mal beides. Ein Display zeigt an, wann die Außenfläche öffnet. Man kann auch schon draußen am Eingang sehen, wann welche Bahn offen ist, denn viele bevorzugen ja die Außenbahn zum schnellen Fahren.

Es können Schlittschuhe ausgeliehen werden. Allerdings erst, wenn man schon an der Kasse vorbei ist (Wartezeiten an der Schlittschuh-Ausgabe gehen also von den 2 Stunden ab). Es sind die klassischen blauen Leihschuhe aus Plastik. Verfügbar von Größe 25-50. Eine Stunde kostet 5 Euro Leihgebühr, 2 Stunden 9 Euro.
Immerhin war bei unserem Besuch der Schlittschuhverleih nicht sehr voll, binnen ca. 10 min hatte die Freundin von uns ihre Schlittschuhe, mit denen sie auch sehr zufrieden war.
Für Kinder kann man Eisgleiter ausleihen.

Es gibt Schließfächer, die man wohl für die Saison mieten kann, aber auch einfach eine Garderobe mit Personal. Dort kann man seine Sachen einfach für einen Euro pro Person abgeben. Das fand ich sehr praktisch.  Allerdings würde ich beim nächsten Mal eine größere Tasche mitnehmen, denn es war etwas mühsam, eine Sachen (vor allem auch die Schuhe) in den Rucksack zu stopfen, um dann eben ein Teil abzugeben. Im Nachhinein sah ich aber, dass andere ihre Schuhe auch einfach so abgegeben hatten.

Sehr viele lassen ihre Sachen auch einfach bei den Bänken in der Umkleide stehen. Ob das sicher ist, weiß ich nicht. Man sieht die Sachen definitiv nicht, wenn man auf der Eisbahn ist. Bei unserem Besuch kam jemand anders etwas weg (es waren "nur" Schlittschuhschoner) und derjenige meinte, so etwas passiere öfter (was aber die Frage aufwirft, warum er dann nicht die Garderobe nutzt).

Das Publikum war bei unserem Besuch gemischt. Sehr viele Familien und auch viele Jugendliche, teilweise wurde Breakdance vollführt und diese typischen schnellen Bremsungen, bei denen viel Eis hochfliegt und die man auf jeder Eisbahn sieht ;-). Es war nicht zu voll, man hatte Platz, sich zu bewegen. Es wurde auf der Außenbahn irgendwann die Laufrichtung verändert, damit das Eis gleichmäßiger abgenutzt wird.

Es wird relativ leise Musik gespielt, man nimmt es mehr als Hintergrundgeräusch war.


Ein Imbiss ist auch hier vorhanden, die Warteschlangen waren ordentlich lang. Die Pommes sind hervorragend und mit 2 Euro günstig. Ansonsten stehen Curry-Wurst, Wiener, HotDogs, Brötchen und Bouletten auf der Karte. Selbstverständlich gibt es auch Süßigkeiten und Getränke.

Wenn der Außenring geschlossen ist, kommt man nur durch eine Treppe und eine Art Durchgangstunnel zur Eisbahn. Mit Kind mit Schlittschuhen eine kleine Herausforderung, aber nicht anders machbar logischerweise.

Alles in allem: ein schönes, wenn auch etwas altmodisches Eisstadion, genau richtig für einen Ausflug im Winter und dazu auch wirklich preisgünstig.

Adresse und Webseite:
Fritz-Wildung-Str.9
14199 Berlin
Webseite

Montag, 2. Oktober 2017

Spielplatz: Eulen-Spielplatz im Florakiez

Durch Zufall habe ich einen schönen Spielplatz im Florakiez in Pankow gefunden: den Eulen-Spielplatz  an der Ecke Gaillardstraße/Rettigweg

Der Spielplatz ist erst im vergangenen Jahr im Rahmen des Kita- und Spielplatzsanierungsprogramm rundum erneuert worden und kann sich sehen lassen. Der Spielplatz liegt etwas von der Straße zurückgesetzt in einer Art Baulücke zwischen den vielen neuen Häusern in der Gegend. Er liegt in der Einflugschneise von Tegel, es ist also durchaus laut.

Im Eingangsbereich gibt es eine Art Geduldsspiel mit Murmel, danach geht es weiter mit dem Sandspielbereich. 

Hier gibt es ein Klettergerüst mit Röhrenrutsche, eine Art drehendes Ei und eine nicht ganz alltägliche Hängebrücke. Ein Teil des Sandbereiches ist mehr oder minder für Kleinkinder abgetrennt - mit einem kleinen Spielhaus mit Enten-Motiv und einer breiten Rutsche. Eine Nestschaukel gibt es ebenfalls.

Es folgen einige Bodentrampoline, die sich schon etwas abgenutzt anfühlen und zwei Schaukeln. Dazu gibt es einige Elemente, die nach Surfen und Meer aussehen. 

Ein Spielzelt aus Holz mit Eule auf dem Dach dürfte dem Spielplatz wohl seinen Namen gegeben haben.

Im hinteren Bereich des Spielplatzes ist ein großer Baum und spendet Schatten, im vorderen Bereich ist es etwas sonniger. 

Bei unserem Besuch war der Spielplatz sauber, lediglich die vielen Graffiti an den Seiten wollen nicht zur inzwischen teuer wirkenden Umgebung passen.










Adresse und Anfahrt:
Eulen-Spielplatz
Rettigweg 11
13187 Berlin
S-Bahnhof Wollankstraße, S-Bahnline S1